Kapitel 21 MDI-Anwendungen
21.1 Einführung  
MDI-Fähigkeiten (Multiple Document Interface) waren bis vor wenigen Jahren Standard bei allen Anwendungen, die mehrere gleichartige Dokumente verwalteten. Denken Sie nur an die älteren Versionen von Microsoft Word oder Microsoft Excel, die vielleicht bekanntesten MDI-Vertreter.
Kennzeichnend für MDI-Anwendungen ist ein übergeordnetes Hauptfenster, das im Zusammenspiel mit den ihm untergeordneten Fenstern besondere Verhaltensweisen zeigt. Die untergeordneten MDI-Fenster sind vom Hauptfenster abhängig. Das Hauptfenster agiert dabei als Container und steuert die Subfenster. So lassen sich zum Beispiel alle Subfenster innerhalb des Hauptfensters anordnen und ermöglichen einen einfachen Zugriff des Hauptfensters auf das aktive Subfenster.
Üblicherweise sind MDI-Hauptfenster an der standardmäßig dunkelgrauen Hintergrundfarbe zu identifizieren. Es gibt aber noch einige weitere typische, visuelle Charakteristiken, beispielsweise die Titelleiste der MDI-Hauptform und die Menüverwaltung. Wir werden darauf später noch eingehen. Natürlich können neben den MDI-Subfenstern auch »normale« Fenster aus einem MDI-Hauptfenster heraus geöffnet und angezeigt werden. Diese sind dann nicht vom Hauptfenster abhängig. Dazu zählen unter anderem auch Dialogfenster.
Anwendungen, die kein MDI-Hauptfenster haben, werden allgemein als SDI-Anwendungen (Single Document Interface) bezeichnet. Bisher haben wir nur SDI-Anwendungen entwickelt. Nun ist es an der Zeit, sich auch mit den besonderen Charakteristiken von MDI-Anwendungen vertraut zu machen.
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Abbildung 21.1 Beispiel einer MDI-Anwendung
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